Was Dachau zu bieten hat ist weit mehr als NS-Geschichte!
Bei einer Besichtigung der Stadt stellte ich fest, dass Dachau ein wunderschönes Schloss hat, das mit außergewöhnlichen Attraktionen lockt. Das Schloss gilt als erstes Sommerschloss der Wittelsbacher.
Auch der angrenzende Wasserturm wirbt mit außergewöhnlichen Attraktionen. So zum Beispiel mit Kunstauktionen, Partys für junge wie alte, Nachtflohmärkten,… (Veranstaltungskalender)
Die Gemäldegalerie Dachau bietet noch bis zum 09. April einen wunderbaren Einblick in die Werke von Eduard Schleich d.Ä. und Carl Spitzweg. Dachau ist immerhin eine der wenigen Künstlerkolonien. So sieht man die ersten und die letzten Werke einiger bekannten Künstler in einem gut aufbereiteten Museum hinter schönen Rahmen. Ein schönes Gefühl durchströmt den Körper, wenn man noch kurz vorher erste Skizzen des Künstlers gesehen hat und dann am Schluss ein Bild das einem bekannt ist. Zu jedem Bild gibt es kurze Infos. In den Holzbänken verstecken sich ausführlichere.
Wer sich dennoch lieber etwas zur NS-Geschichte der Stadt ansehen möchte, sollte einen Weg gehen, dessen Kopfsteinpflaster die Aufschrift getöteter Juden trägt. Um sie lesen zu können, muss man sich vor ihnen verbeugen.
Die Stadt hat weit mehr zu bieten. Es geht nur durch die grausam erlebte Geschichte verloren. Mich würde es nicht wundern, wenn die Stadt die Gedenkstätte schließen lassen möchte. Die Stadt wächst inzwischen direkt an die Grenzen der Gedenkstätte. Lautes Gelächter dringt von den angrenzenden Gärten in die Gedenkstätte und zurück.
“Den Toten zur Ehr,
den Lebenden zur Mahnung!” (Inschrift eines Mahnmals der Gedenkstätte)